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Trauer um Herbert Kallmeyer
 
Sein Tod kam trotz seines Alters für uns vollkommen überraschend, denn Herbert Kallmeyer war bis zum Schluss voller Aktivität und Pläne. So hat er noch vor wenigen Tagen seinen Urlaub im Haus des Behindertensports geplant, in dem er seit Jahrzehnten Stammgast war. Viele unserer Mitglieder und Gäste beim Tag der Offenen Türe im vergangenen Sommer hatten sich davon persönlich überzeugen können.
Der Beamte Herbert Kallmeyer hat sich schon während seiner Dienstzeit für Menschen mit Behinderung engagiert. Neben der Tätigkeit als Personalrat bei der Stadtverwaltung Hohenlimburg und später Hagen war er in den 50er Jahren zweiter Vorsitzender des VdK und später auch Beiratsmitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband DPWV.
Sein außergewöhnliches Engagement im Behindertensport begann im Jahr 1963, in dem Herbert Kallmeyer seine Übungsleitertätigkeit und auch sein Schiedsrichteramt aufnahm.
Bereits wenige Jahre danach, 1966, wurde er Bezirkssportwart im BSNW- Bezirk 5.
Sein Engagement beschränkte sich jedoch nicht auf die Landesgrenzen von Nordrhein-Westfalen, sondern auch bei unserem Dachverband, dem Deutschen Behindertensportverband, war Herbert Kallmeyer als Lehrwart, Bundesspielwart und später als Vertreter des BSNW im Hauptvorstand tätig.

Gemeinsam mit Heinz Haep bildete Herbert Kallmeyer über viele Jahre das Führungsduo des BSNW. Das Team ergänzte sich hervorragend. Ideen und Visionen wurden gemeinsam entwickelt und diskutiert. Die Entwicklung des BSNW seit dem Jahr 1979, in dem Herbert Kallmeyer zum 2. Vorsitzenden des Verbandes berufen wurde, trägt auch seine Handschrift.
Aufgrund seiner Kriegsverletzung wurde Herbert Kallmeyer Ende 1980 pensioniert. Dies bedeutete für ihn jedoch keinen Ruhestand, sondern er weitete sein ehrenamtliches Engagement noch aus.
In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen wurde er im Jahr 1980 mit der Ehrenplakette des BSNW, der höchsten Auszeichnung des Verbandes, geehrt. Die Ehrennadel des DBS wurde Herbert Kallmeyer im Jahr 1983 ans Revers geheftet.
Nur wenige Jahre danach, im Mai 1985, verlieh der Bundespräsident Herbert Kallmeyer das Bundesverdienstkreuz. Dies war einer der wenigen Momente, in denen er im Fokus und im Rampenlicht stand, denn Herbert Kallmeyer hat immer Wert darauf gelegt, selbst im Hintergrund zu bleiben und sein Wissen, seine Energie und seine Fähigkeiten in den Dienst der Menschen zu stellen, die Unterstützung benötigen, ohne dabei laute Töne anzuschlagen.

Der Behindertensport in Deutschland verliert mit Herbert Kallmeyer einen Mann der ersten Stunde, der stets freundlich, aber bestimmt für seine Ziele und Überzeugungen eingetreten ist.
Wir sind dankbar für das, was Herbert Kallmeyer mit seiner Schaffenskraft für unseren Verband und unsere Gemeinschaft geleistet hat.

Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Frau, seiner Familie und seinen Sportfreunden in der BSG Hohenlimburg, die einen großartigen Menschen verlieren.

„Danke Herbert, wir werden Dich nicht vergessen!“

Für den Vorstand und die Mitarbeiter des BSNW

Reinhard Schneider


 
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