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Hohe Auszeichnung für Inge Falk | In seiner Laudatio betonte der Landrat, dass es äußerst selten vorkommt, dass der Bundespräsident das Verdienstkreuz der 1. Klasse als Erstauszeichnung vergibt. Entsprechend herausragend sei das Engagement von Inge Falk zu bewerten, das sie in den vielen Jahren ihres Wirkens für Menschen mit Behinderung gezeigt habe und das beim Bundespräsidenten einen tiefen Eindruck gemacht haben müsse. Dr. Müller zeigte in seiner Rede die Stationen des Wirkens von Inge Falk auf, die bereits in den siebziger Jahren die Ausbildung zur Übungsleiterin begonnen hat, was zur damaligen Zeit eine reine Männerdomäne gewesen ist. So wusste der Landrat zu berichten, dass die Lizenz seinerzeit „Herrn Übungsleiter“ Inge Falk die Qualifikation bescheinigte, Sportgruppen zu leiten. Der Leitgedanke von Inge Falk war immer, dass alle Menschen, auch die mit Behinderung, ein Recht auf sportliche Betätigung haben. Insbesondere die Förderung der Angebote für behinderte Mädchen und Frauen lag ihr am Herzen. Die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und Frauen am Sport und am Verbandsleben, nicht nur im BSNW sondern auch beim Deutschen Behindertensportverband (DBS) und beim LandesSportBund war sicherlich das zentrale Thema im Wirken von Inge Falk. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Moers, Erika Scholten, hob dies in ihrer Rede ebenfalls hervor und merkte mit einem Schmunzeln an, dass sie die Leistung von Frau Falk gut nachvollziehen könne, denn in der Politik hätten die Frauen es genau so schwer gehabt, sich in der Domäne der Männer zu behaupten. Bevor Inge Falk selbst zum Ausdruck brachte, wie stolz die Auszeichnung sie mache und wie dankbar sie allen - insbesondere ihrer Familie – ist, die sie jahrzehntelang unterstützt haben, richtete Reinhard Schneider noch das Wort an die Gäste. Der Vorsitzende des BSNW hatte einen vollkommen anderen Aspekt, den er bezogen auf das Engagement von Inge Falk erwähnt haben wollte: „Es ist nicht nur das wichtig, was sie für Mädchen und Frauen im Sport gemacht hat, sondern vor allem wie sie es gemacht hat“, betonte Schneider. Inge Falk habe nicht mit den seinerzeit üblichen emanzipatorischen Forderungen, Provokationen und Aktionismus der Frauenbewegung ihr Ziel erreicht, sondern mit Überzeugungsarbeit, Beharrlichkeit und Verständnis.
Das Wirken von Inge Falk für den Behindertensport:
1974 – 1981 Frauenwartin Bezirk 1 im BSNW 1977-1979 Mitglied Fachausschuss „Sport der Frauen im BSNW“ ab 1980 Vorsitz im Fachausschuss „Sport der Frauen im BSNW“ 1982 Lehrwartin und Schiedsrichterin im Flug- und Sitzball 1985 Beauftragte für den Sport der Frau im DBS 1986 – 1997 Interessensvertretung des BSNW im den Gremien des LandesSportBund NRW 1989 - 2002 Präsidiumsmitglied und Vorsitz Ausschuss „Mädchen und Frauen“ im DBS Seit 1994 zweite Vorsitzende des Verbandes
Neben der intensiven Arbeit in den verschiedenen Ehrenämtern hat Inge Falk nie den Bezug zur Basis verloren. Insbesondere die Organisation und Durchführung von Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche und Menschen mit geistiger Behinderung hat Inge Falk mit großem Engagement betrieben.
Wir gratulieren Inge Falk ganz herzlich zu der hohen Auszeichnung und hoffen, dass sie - und auch ihr Mann Fritz - uns noch lange bei guter Gesundheit zur Seite stehen!
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