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17.5.2012 : 11:12 : +0200
Herzsport - Erfahrungsbericht

Auf die Ausbildung kommt es an

Erfahrungsbericht von der 1. Herzgruppenleiter-Ausbildung im Eschweiler Zentrum für Gesundheit und Sport am St.-Antonius-Hospital Eschweiler

Im September ging's los: Mit Spannung, etwas Grummeln im Bauch kommen wir an - im Zentrum für Gesundheit und Sport am St.-Antonius-Hospital, seit Jahresanfang offiziell anerkannt als Aus- und Fortbildungsstätte des BSNW. Seit mehr als 10 Jahren werden hier bereits Fortbildungen für BSNW-Übungsleiter mit Erfolg durchgeführt. Wir alle wollen Fachübungsleiter im Rehabilitationssport Innere Organe- mit dem Schwerpunkt Herzsport" werden. Schon aus früheren Lehrgängen wussten wir, dass ein umfangreicher Lehrgangsstoff zu bewältigen sein würde, Lehrproben, Prüfung und Hospitationen eingeschlossen. Der leitenden Sportlehrerin Anne Piepel-Taeger, Referentin beim BSNW und ihrem Team mit Dr. Norbert Schallenberg und den Dipl.-Sportlehrern Stefan Schmidt und Johannes Sander als weitere Referenten gelang es schnell, erste Ängste und Befürchtungen zu nehmen. Immer wieder wurde der pädagogische Auftrag des Herzgruppenleiters, die Gruppe durch ein attraktives Sportprogramm zur langfristigen Teilnahme am Sport zu bewegen, hervorgehoben.

Zwei verlängerte Wochenenden und eine ganze Woche mit den verschiedenen Ausbildungsteilen lagen vor uns. "Theorie" und "Praxis" wechseln einander ab, mit Interesse hospitieren wir in den zahlreichen Herzsportgruppen des Vereins "Sport und Gesundheit am St.-Antonius-Hospital Eschweiler e.V." und übernahmen auch schon mal das Aufwärmen, kleine Spiel- und Bewegungsformen zur Verbesserung der Koordination oder Gymnastik. So waren wir nach dem ersten Wochenende zwar geschlaucht, aber dennoch sehr zufrieden und zuversichtlich für den weiteren Lehrgangsverlauf.

Das zweite Wochenende hatte dann auch schon die ersten Höhepunkte. Neben interessanten Unterrichtseinheiten im Seminarraum und in der Sporthalle erhielten wir einen Eindruck im Trainingsraum der Abteilung "Frührehabilitation und Sportmedizin". Es war eine tolle Erfahrung, selbst mit Pulsgurt und am Monitor überwachtem Herzrhythmus die eigene "Kardiofitness" auf dem "Bike" zu testen.

Und schließlich die "Prüfungswoche" - Lehrproben, Abschlussprüfung, ein Anflug von Prüfungsstress machte sich breit, Spannung baute sich auf. Aus einem Handbuch einer erfahrenen Herzgruppenleiterin wurden Zitate vorgelesen, die uns verdeutlichten, welchen Stellenwert der Herzgruppenleiter auch als Gesprächspartner hat. Die eigene Nervosität wurde durch ein kleines Entspannungstraining mit Atemübungen bekämpft.

Beobachtungen in der Diagnostik der Medizinischen Klinik beim Belastungs- EKG und Herz- Ultraschall oder in der Radiologie sowie die Einweisung in die kardiopulmonale Reanimation wurden mit besonderem Interesse aufgenommen. Auch die medizinischen Vorträge waren für uns „Laien“ gut verständlich.. Prof. Dr. Carl Johannes Schuster, Internist Kardiologe und Ärztlicher Direktor im St. Antonius-Hospital berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung auch im Rehabilitationssport und hob die Bedeutung des Herzsports in der Therapie der koronaren Herzkrankheit hervor.

Zum Schluss des Lehrgangs waren alle ein wenig traurig, denn es hatte sich eine richtige kleine Gemeinschaft gebildet, die sich in Eschweiler sehr wohl gefühlt hat. Zu den Sportgruppen, bei denen wir Lehrgangsteilnehmer "üben" durften, hatten alle ein besonders gutes Verhältnis. Wir frisch gebackenen Herzgruppenleiter stellen uns abschließend zu einem Foto auf, nehmen uns fest vor, untereinander und auch mit den Referenten in Kontakt zu bleiben. Dem ganzen Lehrgangsteam in Eschweiler jedenfalls ein ganz dickes Danke schön!

Wolfgang Hollenberg, frisch gebackener Herzgruppenleiter